Die wichtigsten Katzenkrankheiten – Symptome erkennen und richtig einordnen
Katzen sind Meister darin, Krankheiten zu verbergen. Viele Beschwerden entwickeln sich schleichend und werden erst spät sichtbar. Genau deshalb ist fundiertes Wissen über Katzenkrankheiten so wichtig: Wer typische Symptome kennt, kann schneller reagieren und seiner Katze unnötiges Leiden ersparen.
Auf dieser Seite findest du eine strukturierte Übersicht über mehr als 100 Katzenkrankheiten, alphabetisch geordnet und verständlich erklärt. Ziel ist nicht medizinische Diagnostik, sondern Orientierung, Einordnung und Sensibilisierung – damit du früh erkennst, wann etwas nicht stimmt und gezielt handeln kannst.
Warum Wissen über Katzenkrankheiten so wichtig ist
Veränderungen im Verhalten sind oft die ersten Warnsignale:
Rückzug oder ungewöhnliche Ruhe
Appetitlosigkeit oder vermehrtes Trinken
Veränderungen im Fell, Gewicht oder der Körperhaltung
Unsauberkeit oder verändertes Schlafverhalten
Viele Halter unterschätzen solche Anzeichen, weil Katzen weiterhin schnurren oder Nähe suchen. Dabei spielen auch rassetypische Eigenschaften eine Rolle – denn nicht jede Katze zeigt Schmerzen oder Unwohlsein auf dieselbe Weise, wie du in unserer Übersicht zu den Katzenrassen sehen kannst.
Regelmäßige tierärztliche Untersuchungen, Impfungen und Entwurmungen bleiben unverzichtbar.
Diese Übersicht hilft dir, Auffälligkeiten besser einzuordnen – sie ersetzt keine tierärztliche Diagnose.
Auch der Deutsche Tierschutzbund weist darauf hin, wie wichtig frühzeitige Beobachtung, Vorsorge und fundierte Information für die Gesundheit von Katzen sind.
Können Katzenkrankheiten auch Menschen betreffen?
Ja. Einige Katzenkrankheiten zählen zu den sogenannten Zoonosen und können vom Tier auf den Menschen übertragen werden.
Toxoplasmose
Diese parasitäre Infektion wird über Katzenkot übertragen. Für gesunde Erwachsene meist harmlos, kann sie während der Schwangerschaft schwerwiegende Folgen für das ungeborene Kind haben. Schwangere sollten daher den direkten Kontakt mit Katzenkot vermeiden oder beim Reinigen der Katzentoilette Handschuhe tragen.
Katzenallergien
Allergische Reaktionen entstehen durch Eiweiße im Speichel, Urin und in Hautschuppen von Katzen. Die Symptome reichen von Niesen und Augenreizungen bis hin zu Asthma. Auch bei einer Allergie gibt es Möglichkeiten der Haltung – allerdings nur mit fachlicher Beratung und realistischen Erwartungen.
Gerade bei der Betreuung fremder Katzen ist dieses Wissen unverzichtbar. Wer Katzen professionell betreut, muss Risiken wie Zoonosen, Allergien und hygienische Anforderungen kennen und verantwortungsvoll damit umgehen. Genau darauf achten wir auch bei unserer Katzenbetreuung in Kiel – denn echte Sorgfalt beginnt nicht beim Füttern, sondern beim Verständnis für Gesundheit, Hygiene und Sicherheit.
Vorsorge ist der wichtigste Schutz
Eine gesunde Katze braucht mehr als Futter und Zuneigung. Aufmerksamkeit, Pflege und Beobachtung sind entscheidend. Parasiten, Hautprobleme oder innere Erkrankungen lassen sich oft früh erkennen, wenn Veränderungen ernst genommen werden.
Verlasse dich nicht allein auf äußere Ruhezeichen. Katzen zeigen Schmerz und Unwohlsein oft erst spät. Im Zweifel gilt immer: Lieber einmal zu früh zum Tierarzt als einmal zu spät.
Lerne jetzt die wichtigsten Katzenkrankheiten kennen
Im nächsten Abschnitt findest du die alphabetische Übersicht aller Katzenkrankheiten – von A bis Z – mit kurzen, klaren Erklärungen und typischen Symptomen.
Katzenkrankheiten mit A
Abszess
Ein Abszess ist eine abgekapselte Ansammlung von Eiter, die bei Katzen häufig nach Biss- oder Kratzverletzungen entsteht. Die betroffene Stelle ist meist geschwollen, stark schmerzhaft und deutlich wärmer als das umliegende Gewebe. Oft ist die Haut gespannt oder gerötet. Ohne tierärztliche Behandlung kann sich die Entzündung weiter ausbreiten, in tiefere Gewebeschichten vordringen oder nach außen aufbrechen und zu schweren Allgemeininfektionen führen.
Adipositas (Fettsucht)
Adipositas bezeichnet starkes Übergewicht und stellt ein ernstzunehmendes Gesundheitsproblem dar. Übergewicht belastet Herz, Atmung und Gelenke und erhöht das Risiko für Diabetes, Arthrose, Leberverfettung und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Betroffene Katzen bewegen sich oft weniger und geraten in einen Teufelskreis aus Gewichtszunahme und Bewegungsmangel. Eine kontrollierte Fütterung und angepasste Bewegung sind entscheidend für die Vorbeugung.
Agalaktie (Milchmangel)
Bei der Agalaktie produziert die Katzenmutter nicht ausreichend oder gar keine Muttermilch. Häufige Ursachen sind Gesäugeentzündungen, Stress oder hormonelle Störungen. Die Welpen wirken unruhig, suchen ständig nach Nahrung und nehmen kaum an Gewicht zu. Ohne rasches Eingreifen kann es zu Unterversorgung und Entwicklungsstörungen der Jungtiere kommen.
Agoraphobie
Agoraphobie beschreibt Angstzustände gegenüber großen, offenen oder ungewohnten Räumen. Sie kann bei Katzen auftreten, die in der frühen Prägephase wenig Umweltreize kennengelernt haben. Das Verhalten äußert sich durch Rückzug, Verstecken, Stressreaktionen oder panikartige Flucht. Besonders Wohnungswechsel oder neue Umgebungen können die Symptome verstärken.
AIDS der Katze (FIV – Felines Immunschwächevirus)
FIV ist eine chronische Virusinfektion, die das Immunsystem der Katze schrittweise schwächt. Die Übertragung erfolgt überwiegend durch tiefe Bissverletzungen, meist bei unkastrierten Freigängern. Infizierte Katzen sind anfälliger für Sekundärinfektionen. Eine Heilung ist nicht möglich, mit guter Pflege, stressarmer Haltung und tierärztlicher Begleitung können betroffene Katzen jedoch viele Jahre leben.
Akne der Katze
Die Katzenakne ist eine Erkrankung der Talgdrüsen im Kinnbereich. Durch verstopfte Poren entstehen Mitesser, Entzündungen der Haarfollikel und teilweise bakterielle Infektionen. Sichtbar sind schwarze Punkte, Rötungen oder Krusten. Begünstigt wird die Erkrankung unter anderem durch ungeeignete Futternäpfe, mangelhafte Hygiene oder empfindliche Haut.
Allergie
Allergien sind Überreaktionen des Immunsystems auf eigentlich harmlose Stoffe. Bei Katzen äußern sie sich häufig durch Juckreiz, Hautentzündungen, Haarausfall, Durchfall, Atemprobleme oder allgemeine Mattigkeit. Auslöser können Futterbestandteile, Parasiten wie Flöhe oder Umweltfaktoren sein. Die genaue Ursache ist oft schwer zu ermitteln und erfordert Geduld.
Altersstar
Der Altersstar ist eine altersbedingte Trübung der Augenlinse. Er tritt bei Katzen seltener auf als bei anderen Tierarten und entwickelt sich meist langsam. Das Sehvermögen kann eingeschränkt sein, vollständige Erblindung ist jedoch nicht zwingend. Viele Katzen kommen mit der Einschränkung im Alltag gut zurecht.
Angina
Angina ist eine Entzündung der Mandeln und des Rachens. Typische Symptome sind Fieber, Mattigkeit, Appetitlosigkeit, Schluckbeschwerden, trockener Husten und vermehrtes Gähnen. In schweren Fällen kann die Schwellung die Atmung beeinträchtigen. Die Erkrankung tritt häufig im Zusammenhang mit Infektionen der oberen Atemwege auf.
Ankylostomen (Hakenwürmer)
Hakenwürmer sind kleine Darmparasiten, die sich in der Darmschleimhaut festsetzen und dort Blut saugen. Besonders junge Katzen reagieren empfindlich mit Blutarmut, Wachstumsstörungen, stumpfem Fell und Durchfall, der auch blutig sein kann. Eine regelmäßige Parasitenkontrolle und Entwurmung ist daher wichtig.
Ansteckende Blutarmut (Hämobartonellose)
Diese Erkrankung wird durch parasitenähnliche Bakterien verursacht, die die roten Blutkörperchen befallen und zerstören. Die Übertragung erfolgt meist durch Flöhe oder Zecken. Symptome sind Fieber, Schwäche, Appetitlosigkeit und blasse Schleimhäute. Der Verlauf kann akut oder chronisch sein.
Antihistaminika
Antihistaminika sind Medikamente, die bei allergischen Reaktionen eingesetzt werden, um Juckreiz und Entzündungen zu lindern. Bei Katzen dürfen sie ausschließlich nach tierärztlicher Anweisung angewendet werden, da Dosierung und Verträglichkeit genau abgestimmt sein müssen.
Antimykotika
Antimykotika sind Arzneimittel zur Behandlung von Pilzerkrankungen der Haut oder des Fells. Je nach Art und Schwere des Befalls werden sie äußerlich oder innerlich angewendet. Eine konsequente Behandlung ist wichtig, da Pilzinfektionen ansteckend sein können.
Arthritis
Arthritis ist eine entzündliche Erkrankung der Gelenke, die häufig infolge von Verletzungen, Stürzen oder starken Belastungen entsteht. Betroffene Katzen zeigen oft Bewegungsunlust, Schwierigkeiten beim Springen oder Schmerzen beim Laufen. Die Erkrankung kann chronisch verlaufen und die Lebensqualität deutlich einschränken.
Aszites (Bauchwassersucht)
Aszites bezeichnet eine Ansammlung von Flüssigkeit in der Bauchhöhle. Der Bauch wirkt deutlich vergrößert und gespannt. Begleitend treten häufig Atemnot, Appetitlosigkeit und allgemeine Schwäche auf. Ursache sind meist schwere Grunderkrankungen wie Herz-, Leber- oder Tumorerkrankungen.
Aujeszkysche Krankheit (Pseudowut)
Die Aujeszkysche Krankheit ist eine virale Erkrankung, die für Katzen nahezu immer tödlich verläuft. Die Ansteckung erfolgt meist durch den Verzehr von rohem Schweinefleisch oder infizierten Nagetieren. Typisch ist ein extrem starker Juckreiz, vor allem im Kopfbereich, begleitet von neurologischen Symptomen.
Auskugelung (Luxation)
Eine Auskugelung ist die dauerhafte Verschiebung eines Gelenks. Sie entsteht meist durch Unfälle, Stürze oder das Hängenbleiben in Spalten oder Astgabeln. Die betroffene Gliedmaße wird häufig geschont oder gar nicht mehr belastet und sollte umgehend tierärztlich versorgt werden.
Autointoxikation
Unter Autointoxikation versteht man eine Selbstvergiftung des Körpers durch giftige Abbauprodukte aus dem Darm. Sie kann bei schweren Verdauungsstörungen oder Darmfäulnis auftreten und zu allgemeiner Schwäche, Appetitlosigkeit und Unwohlsein führen.
Avitaminose
Avitaminose bezeichnet einen ausgeprägten Vitaminmangel, der meist durch Fehlernährung verursacht wird. Je nach fehlendem Vitamin können Hautprobleme, Nervenschäden, Wachstumsstörungen oder eine erhöhte Infektanfälligkeit auftreten. Eine ausgewogene, artgerechte Ernährung ist die beste Vorbeugung.
Katzenkrankheiten mit B
Bandwürmer
Bandwürmer sind Darmparasiten, mit denen sich Katzen vor allem durch den Verzehr infizierter Beutetiere wie Mäuse oder durch das Verschlucken von Flöhen anstecken. Der Befall bleibt oft lange unbemerkt. Mögliche Anzeichen sind Gewichtsverlust trotz guten Appetits, Durchfall oder kleine, reisähnliche Glieder im Kot oder am After. Ohne Behandlung können Nährstoffmangel und Verdauungsprobleme entstehen. Regelmäßige Entwurmung ist der wichtigste Schutz.
Bauchfellentzündung (Peritonitis)
Eine Bauchfellentzündung ist eine äußerst schmerzhafte und lebensbedrohliche Erkrankung. Der Bauch wirkt hart, gespannt und extrem druckempfindlich. Betroffene Katzen vermeiden Bewegungen, fressen nicht und haben meist Fieber. In frühen Stadien können Durchfall und Erbrechen auftreten, später zeigen sich Apathie, ein schwacher Puls und ein Abfall der Körpertemperatur. Eine sofortige tierärztliche Behandlung ist zwingend erforderlich.
Bindehautentzündung
Die Bindehaut umgibt große Teile des Katzenauges und schützt es vor äußeren Einflüssen. Bei einer Entzündung ist sie gerötet, geschwollen und oft mit vermehrtem Tränenfluss oder Ausfluss verbunden. Auslöser sind unter anderem Staub, Schmutz, Zugluft, Infektionen oder Reizstoffe. Ohne Behandlung kann sich die Entzündung verschlimmern oder chronisch werden.
Bissverletzungen
Bissverletzungen gelten bei Katzen grundsätzlich als infiziert, da Bakterien tief ins Gewebe eingebracht werden. Äußerlich erscheinen die Wunden oft klein und harmlos, im Inneren können sich jedoch schwere Entzündungen oder Abszesse entwickeln. Fieber, Mattigkeit und Schwellungen sind ernstzunehmende Warnzeichen. Unbehandelt besteht die Gefahr einer Blutvergiftung.
Blasenentzündung
Bei einer Blasenentzündung zeigt die Katze häufigen Harndrang und setzt dabei oft nur kleine Mengen Urin ab. Das Tier wirkt unruhig oder zeigt Schmerzen beim Harnabsatz. Der Urin kann trüb oder blutig sein. Ursachen sind unter anderem bakterielle Infektionen, Harnkristalle, Stress oder eine zu geringe Flüssigkeitsaufnahme. Eine frühzeitige Behandlung verhindert Komplikationen.
Brandblasen
Brandblasen entstehen infolge von Verbrennungen, die in drei Schweregrade eingeteilt werden. Leichte Verbrennungen äußern sich durch Rötung, Schwellung und Schmerzen. Mittelschwere Verbrennungen führen zu Blasenbildung, schwere Verbrennungen zerstören Hautschichten vollständig. Solche Verletzungen sind sehr schmerzhaft, infektionsanfällig und müssen immer tierärztlich versorgt werden.
Bronchitis
Eine Bronchitis ist eine Entzündung der Bronchien, die mit vermehrter Schleimbildung einhergeht. Betroffene Katzen zeigen häufig Husten, Atemgeräusche, reduzierte Belastbarkeit oder Kurzatmigkeit. Häufige Ursachen sind Virusinfektionen der oberen Atemwege, seltener Bakterien oder Reizstoffe. Eine unbehandelte Bronchitis kann chronisch werden und die Lunge dauerhaft schädigen.
Brustfellentzündung (Pleuritis)
Das Brustfell kleidet den Brustraum aus und ermöglicht die reibungslose Bewegung der Lunge beim Atmen. Bei einer Entzündung kommt es zu starken Schmerzen beim Atmen, Kurzatmigkeit und allgemeiner Schwäche. Häufig tritt die Brustfellentzündung gemeinsam mit einer Lungenentzündung auf. Die Ursachen sind meist bakterielle oder virale Infektionen und erfordern eine rasche tierärztliche Abklärung.
Katzenkrankheiten mit C
Caliciviren (Katzenschnupfen)
Caliciviren gehören zu den häufigsten Erregern des Katzenschnupfenkomplexes. Die Infektion betrifft nicht nur die Nasenschleimhaut, sondern kann auch die Augen, die Mundhöhle, den Rachen, die Luftröhre und in schweren Fällen die Lunge befallen. Typische Symptome sind Niesen, Nasenausfluss, Fieber, Appetitlosigkeit sowie schmerzhafte Entzündungen und Geschwüre im Maul. Für Menschen sind Caliciviren ungefährlich, für Katzen jedoch hoch ansteckend. Impfungen können den Verlauf deutlich mildern, bieten jedoch keinen vollständigen Schutz.
Cheiletiella (Raubmilben)
Cheiletiella-Milben sind sehr kleine Parasiten, die auf der Haut von Katzen leben und sich durch ihr ständiges Umherwandern bemerkbar machen. Sie verursachen starken Juckreiz und schuppige Hautveränderungen, weshalb man auch von „wandernden Schuppen“ spricht. Bevorzugt befallen sie dicht behaarte Bereiche wie Rücken und Hals. Die Milben sind ansteckend und können vorübergehend auch auf andere Tiere oder Menschen übergehen.
Chlamydien
Chlamydien sind Erreger, die zwischen Bakterien und Viren stehen. Sie vermehren sich ausschließlich innerhalb der Körperzellen, besitzen jedoch bakterielle Eigenschaften. Bei Katzen verursachen sie vor allem Augenentzündungen mit geröteten, geschwollenen Lidbindehäuten und Ausfluss. Der Krankheitsverlauf ist meist mild und geht nur mit geringem Fieber einher. Eine Übertragung auf den Menschen ist sehr selten, aber grundsätzlich möglich.
Coronaviren
Feline Coronaviren sind bei Katzen weit verbreitet und verlaufen in den meisten Fällen harmlos oder völlig symptomlos. In seltenen Fällen kann es jedoch zu einer gefährlichen Mutation kommen, die zur felinen infektiösen Peritonitis führt, einer schweren Form der ansteckenden Bauchfellentzündung. Diese Erkrankung ist meist tödlich und äußert sich unter anderem durch Fieber, Gewichtsverlust, Flüssigkeitsansammlungen im Bauchraum und allgemeine Schwäche.
Katzenkrankheiten mit D
Dammbruch
Ein Dammbruch betrifft überwiegend ältere Katzen und entsteht durch eine Schwächung der Beckenbodenmuskulatur. Unterhalb oder seitlich des Afters bildet sich eine weiche, meist hühnereigroße Vorwölbung. Diese kann Darmanteile enthalten und führt häufig zu Beschwerden beim Kotabsatz, Pressen oder Verstopfung. Unbehandelt kann sich der Zustand verschlimmern und erfordert oft eine chirurgische Korrektur.
Darmentzündung
Eine Darmentzündung äußert sich durch Durchfall, Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit und oft auch erhöhten Durst. Der Kot kann je nach Ursache und Schweregrad dünnbreiig, wässrig, schleimig, stark riechend, schwarz oder blutig sein. Auslöser sind unter anderem Infektionen, Parasiten, Futterunverträglichkeiten oder Vergiftungen. Bei länger anhaltenden Symptomen ist eine tierärztliche Abklärung notwendig.
Darmschmarotzer
Darmschmarotzer, auch Endoparasiten genannt, leben im Inneren des Körpers und ernähren sich vom Wirt. Dazu zählen unter anderem Bandwürmer, Spulwürmer und Hakenwürmer. Ein Befall kann zu Durchfall, Gewichtsverlust, stumpfem Fell und bei Jungtieren zu Wachstumsstörungen führen. Regelmäßige Kotkontrollen und Entwurmungen sind wichtige Vorsorgemaßnahmen.
Darmpech (Mekonium)
Als Darmpech bezeichnet man den ersten Kot, den ein Katzenwelpe kurz nach der Geburt absetzt. Er besteht aus Fruchtwasser, Schleim und abgestorbenen Zellen. Wird das Mekonium nicht rechtzeitig ausgeschieden, kann es zu einem Darmverschluss kommen, der sich durch Unruhe, Bauchschmerzen und fehlenden Kotabsatz äußert und rasch behandelt werden muss.
Darmtuberkulose
Darmtuberkulose ist eine seltene, meist chronisch verlaufende Erkrankung. Sie entwickelt sich über Monate und zeigt sich durch anhaltenden Durchfall, Gewichtsverlust, Blähungen und einen wechselnden Verlauf von Durchfall und Verstopfung. Die Erkrankung ist schwer zu diagnostizieren und erfordert eine intensive tierärztliche Betreuung.
Darmverschluss
Bei einem Darmverschluss ist der Weitertransport des Darminhalts blockiert. Betroffene Katzen zeigen Schwäche, Unwohlsein, Erbrechen, aufgeblähten Bauch und oft einen beschleunigten Herzschlag. Ursachen sind häufig verschluckte Fremdkörper wie Knöpfe, Spielzeug oder Knochen sowie verfilzte Haarballen, insbesondere bei Langhaarkatzen. Ein Darmverschluss stellt einen akuten Notfall dar und muss sofort behandelt werden.
Katzenkrankheiten mit E
Echinococcus multilocularis (Fuchsbandwurm)
Der Fuchsbandwurm ist ein sehr kleiner, aber für den Menschen gefährlicher Bandwurm. Katzen infizieren sich meist durch den Verzehr infizierter Feldmäuse. Der Befall bleibt bei der Katze häufig symptomlos. Für den Menschen besteht jedoch ein ernstes Risiko, da sich die Larven in Organen wie Leber, Lunge oder Gehirn ansiedeln und dort zystenartige Veränderungen verursachen können. Eine konsequente Parasitenprophylaxe ist daher besonders bei Freigängerkatzen wichtig.
Ektoparasiten
Ektoparasiten leben auf der Haut oder im Fell der Katze. Dazu zählen unter anderem Flöhe, Zecken und verschiedene Milbenarten. Sie verursachen häufig Juckreiz, Hautrötungen, Haarausfall oder Entzündungen. Neben den direkten Beschwerden können sie auch Krankheitserreger übertragen. Regelmäßige Kontrolle und geeignete Schutzmaßnahmen sind essenziell.
Ekzem
Ein Ekzem ist eine nicht ansteckende Hauterkrankung, die mit Juckreiz, Rötung, Nässen oder Schuppenbildung einhergeht. Ekzeme können akut oder chronisch verlaufen und sind häufig allergisch bedingt. Auslöser sind unter anderem Umweltstoffe, Futterbestandteile, Parasiten oder chemische Reizstoffe. Unbehandelt kann sich die Hautveränderung ausweiten oder sekundär infizieren.
Endoparasiten
Endoparasiten leben im Inneren des Körpers, vor allem im Darm, aber auch in anderen Organen. Zu den häufigsten zählen Bandwürmer, Spulwürmer und Hakenwürmer. Ein Befall kann zu Durchfall, Gewichtsverlust, Erbrechen oder allgemeiner Schwäche führen. Besonders Jungtiere reagieren empfindlich. Regelmäßige Entwurmungen sind ein wichtiger Bestandteil der Gesundheitsvorsorge.
Eosinophiles Granulom
Das eosinophile Granulom ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die meist im Bereich der Lippen auftritt. Häufig beginnt sie nahe der Hakenzähne und breitet sich als gerötete, manchmal geschwollene Veränderung aus. Auch Kopf, Hals oder Oberschenkel können betroffen sein. Die Erkrankung steht oft im Zusammenhang mit Allergien oder einer Überreaktion des Immunsystems.
Epilepsie (Fallsucht)
Epilepsie ist eine neurologische Erkrankung, bei der krankhafte elektrische Impulse im Gehirn zu Krampfanfällen führen. Große Anfälle äußern sich durch plötzliche Bewusstlosigkeit und starke Muskelkrämpfe, kleinere Anfälle durch kurze Aussetzer oder Verhaltensveränderungen. Epilepsie ist nicht heilbar, lässt sich jedoch in vielen Fällen medikamentös gut kontrollieren.
Erbgrind (Favus)
Erbgrind ist eine seltene Pilzerkrankung der Haut, die häufig durch den Kontakt mit Mäusen übertragen wird. Typisch sind stark riechende, gelbliche bis gräuliche Krusten und verkrustete Hautstellen. Besonders betroffen sind Freigängerkatzen mit ausgeprägtem Jagdverhalten. Die Erkrankung ist ansteckend und sollte konsequent behandelt werden.
Erbrechen
Erbrechen ist ein häufiges Symptom und kann harmlose oder ernsthafte Ursachen haben. Kurzzeitiges Erbrechen ohne weitere Beschwerden kann durch Futterumstellung oder Haarballen entstehen. Hält das Erbrechen an oder treten zusätzliche Symptome wie Durchfall, Mattigkeit oder Schmerzen auf, ist eine tierärztliche Abklärung notwendig.
Erntemilbe (Herbstgrasmilbe)
Erntemilben sind winzige, auffällig orangerote Milbenlarven, die vor allem in den warmen Monaten im Gras vorkommen. Sie befallen bevorzugt Pfoten, Bauch oder Ohren und verursachen starken Juckreiz und Hautreizungen. Der Befall kann auch auf den Menschen übergehen, ist jedoch meist vorübergehend.
Katzenkrankheiten mit F
Fadenpilze
Fadenpilze sind Hautpilze, die sich von Keratin ernähren und bevorzugt die Haarbälge der Katze befallen. Typische Anzeichen sind kreisförmiger Haarausfall, schuppige Hautstellen, Rötungen und meist leichter Juckreiz. Besonders anfällig sind Jungtiere, ältere Katzen und Tiere mit geschwächtem Immunsystem. Die Erkrankung ist ansteckend und sollte konsequent behandelt werden.
Fallsucht
Fallsucht ist eine andere Bezeichnung für Epilepsie. Sie äußert sich durch wiederkehrende Krampfanfälle, die von kurzen Aussetzern bis zu schweren Anfällen mit Bewusstlosigkeit reichen können. Die Erkrankung ist nicht heilbar, lässt sich jedoch häufig medikamentös kontrollieren.
Favus
Favus ist eine spezielle Form der Pilzerkrankung der Haut und wird auch als Erbgrind bezeichnet. Charakteristisch sind übelriechende, krustige Hautveränderungen. Die Erkrankung tritt vor allem bei Freigängerkatzen mit Kontakt zu Nagetieren auf und ist ansteckend.
Feline odontoclastic resorptive lesion (FORL)
FORL ist eine sehr schmerzhafte Zahnerkrankung, bei der sich die Zahnsubstanz von innen heraus auflöst. Dabei entstehen Defekte, die bis zum vollständigen Zahnverlust führen können. Viele Katzen zeigen lange keine offensichtlichen Symptome, leiden jedoch unter starken Schmerzen. FORL wird meist nur bei einer tierärztlichen Zahnuntersuchung erkannt und erfordert oft das Ziehen der betroffenen Zähne.
Felines Leukämievirus (FeLV)
FeLV ist eine Viruserkrankung, die das Immunsystem und die Blutbildung beeinträchtigt. Infizierte Katzen sind anfälliger für Infektionen, Tumorerkrankungen und Blutarmut. Die Übertragung erfolgt vor allem durch engen Kontakt zwischen Katzen. Eine Heilung ist nicht möglich, Impfungen können jedoch schützen.
Fettschwanz
Der Fettschwanz tritt vor allem bei unkastrierten, langhaarigen Katern auf. Ursache ist eine Überfunktion der Talgdrüsen am Schwanzansatz. Das Fell wirkt dort fettig, strähnig oder verfilzt. In schweren Fällen können Hautentzündungen entstehen. Regelmäßige Pflege und gegebenenfalls eine tierärztliche Abklärung sind sinnvoll.
Fettsucht
Fettsucht bezeichnet starkes Übergewicht bei Katzen. Sie entsteht meist durch übermäßige Fütterung, Bewegungsmangel oder falsche Zusammensetzung des Futters. Übergewicht belastet Herz, Kreislauf und Gelenke und erhöht das Risiko für zahlreiche Folgeerkrankungen. Auch die Lebenserwartung sinkt deutlich.
Fibrom
Ein Fibrom ist eine gutartige Geschwulst des Bindegewebes. Sie wächst meist langsam und verursacht häufig keine Beschwerden. Dennoch sollte jede neu auftretende oder schnell wachsende Veränderung tierärztlich kontrolliert werden, um bösartige Tumoren auszuschließen.
Feline infektiöse Peritonitis (FIP)
FIP ist eine schwere, meist tödlich verlaufende Erkrankung, die durch eine Mutation von felinen Coronaviren entsteht. Sie kann sich in einer feuchten Form mit Flüssigkeitsansammlungen im Bauchraum oder in einer trockenen Form mit Organveränderungen äußern. Symptome sind Fieber, Gewichtsverlust, Mattigkeit und Appetitlosigkeit.
Fischbandwurm (Grubenkopfbandwurm)
Der Fischbandwurm kann durch den Verzehr von rohem oder unzureichend gegartem Fisch übertragen werden. Bei Katzen kommt er eher selten vor. Der Wurm kann mehrere Meter lang werden und zu Verdauungsproblemen sowie Nährstoffmangel führen.
Felines Immunschwächevirus (FIV)
FIV ist eine Virusinfektion, die das Immunsystem der Katze schwächt und auch als Katzen-AIDS bezeichnet wird. Die Übertragung erfolgt hauptsächlich durch Bissverletzungen. Infizierte Katzen können bei guter Pflege lange leben, sind jedoch anfälliger für Sekundärerkrankungen.
Fuchsbandwurm
Der Fuchsbandwurm ist ein für den Menschen gefährlicher Parasit. Katzen infizieren sich meist durch den Verzehr infizierter Nagetiere. Während Katzen oft symptomlos bleiben, können die Larven beim Menschen schwere Organschäden verursachen. Regelmäßige Entwurmung ist besonders bei Freigängern wichtig.
Frostschutzmittelvergiftung
Frostschutzmittel enthalten hochgiftige Substanzen wie Ethylenglykol, die süßlich schmecken und daher leicht aufgenommen werden. Bereits kleinste Mengen sind für Katzen lebensgefährlich. Symptome sind Erbrechen, Krämpfe, Lähmungen, Koordinationsstörungen und schwere Nierenschäden. Bei Verdacht ist sofortige tierärztliche Hilfe lebensentscheidend.
Katzenkrankheiten mit G
Gallensteine
Gallensteine treten bei Katzen selten auf, können jedoch schwerwiegende Folgen haben. Kommt es durch einen Stein zu einem Verschluss der Gallenwege, stauen sich Gallenfarbstoffe im Körper. Diese sind giftig und führen zu Symptomen wie Appetitlosigkeit, Erbrechen, Durchfall, Mattigkeit und einer erniedrigten Körpertemperatur. Häufig entwickelt sich zusätzlich eine Gelbsucht. Die Erkrankung erfordert eine rasche tierärztliche Abklärung.
Gastritis (Magenschleimhautentzündung)
Eine Gastritis ist eine Entzündung der Magenschleimhaut. Sie äußert sich häufig durch Erbrechen, Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen und allgemeines Unwohlsein. Ursachen können Futterunverträglichkeiten, verdorbene Nahrung, Fremdkörper, Medikamente oder Infektionen sein. Bei anhaltenden Beschwerden ist eine tierärztliche Untersuchung notwendig, um Folgeerkrankungen zu vermeiden.
Gehirnentzündung (Enzephalitis)
Eine Gehirnentzündung tritt häufig als Folge von Infektionskrankheiten auf. Die Symptome sind vielfältig und reichen von Schmerzen, Nervosität und Benommenheit über Gleichgewichtsstörungen bis hin zu Lähmungen oder Krampfanfällen. Der Zustand kann sich rasch verschlechtern und stellt einen ernsten medizinischen Notfall dar.
Gehirnerschütterung
Eine Gehirnerschütterung entsteht meist durch Stürze, Unfälle oder Schläge gegen den Kopf. Typische Anzeichen sind Mattigkeit, Erbrechen, Gleichgewichtsstörungen, Kopfschmerzen oder Bewusstlosigkeit. In schweren Fällen können Verhaltensänderungen wie Aggressivität auftreten. Auch bei scheinbar milden Symptomen sollte die Katze tierärztlich untersucht werden.
Gehörgangsentzündung
Die Gehörgangsentzündung ist eine häufige Erkrankung bei Katzen. Sie wird oft durch Ohrmilben, Schmutz, Fremdkörper oder bakterielle Infektionen ausgelöst. Symptome sind starker Juckreiz, häufiges Kopfschütteln, Rötung des Ohres und vermehrte Ohrenschmalzbildung. Unbehandelt kann die Entzündung sehr schmerzhaft werden und chronisch verlaufen.
Gehörgangsverengung
Eine Verengung des Gehörgangs entsteht meist als Folge einer lang anhaltenden oder wiederkehrenden Ohrentzündung. Hinweise sind Gleichgewichtsstörungen, Fieber, Schmerzen und anhaltendes Kopfschütteln. Die eingeschränkte Belüftung des Ohres begünstigt weitere Infektionen, weshalb eine tierärztliche Behandlung wichtig ist.
Gelbfettkrankheit (Steatitis)
Die Gelbfettkrankheit ist eine seltene Entzündung des Fettgewebes, die häufig mit Fehlernährung oder Vitamin-E-Mangel in Verbindung steht. Das Körperfett verfärbt sich gelblich und verhärtet. Betroffene Katzen zeigen oft Appetitlosigkeit, Schmerzen und allgemeine Schwäche. Ohne Behandlung kann sich der Zustand deutlich verschlechtern.
Gelbsucht (Ikterus)
Gelbsucht äußert sich durch eine gelbliche Verfärbung von Haut, Schleimhäuten und Augen. Begleitend treten häufig dunkler Urin, heller Kot, Müdigkeit und Appetitlosigkeit auf. Ursachen sind unter anderem Lebererkrankungen, Gallenstau oder Vergiftungen. Gelbsucht ist kein eigenständiges Krankheitsbild, sondern immer ein ernstzunehmendes Symptom.
Gelenksentzündung (Arthritis)
Eine Gelenksentzündung tritt häufig nach Stürzen, Verletzungen oder Raufereien auf. Betroffene Gelenke sind schmerzhaft, manchmal geschwollen und in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt. Die Katze bewegt sich weniger, springt ungern oder zeigt Lahmheit. Unbehandelt kann die Erkrankung chronisch werden und die Lebensqualität deutlich beeinträchtigen.
Glatzflechte
Die Glatzflechte ist eine Pilzerkrankung der Haut, die durch sogenannte Fadenpilze verursacht wird. Typisch sind kreisförmige kahle Stellen, Schuppenbildung und gelegentlich Juckreiz. Die Erkrankung ist ansteckend und sollte konsequent behandelt werden.
Giftpflanzen
Viele Zimmer- und Gartenpflanzen sind für Katzen giftig. Dazu zählen unter anderem Lilien, Maiglöckchen, Tulpen, Efeu, Buchsbaum und Weihnachtssterne. Schon geringe Mengen können zu Erbrechen, Durchfall, Krampfanfällen oder schweren Organschäden führen. Bei Verdacht auf eine Vergiftung ist sofort tierärztliche Hilfe erforderlich.
Grubenkopfbandwurm
Der Grubenkopfbandwurm ist auch als Fischbandwurm bekannt. Er kann durch den Verzehr von rohem oder unzureichend gegartem Fisch übertragen werden. Bei Katzen kommt der Befall selten vor, kann jedoch Verdauungsstörungen und Nährstoffmangel verursachen.
Katzenkrankheiten mit H
Haarausfall
Haarausfall ist kein eigenständiges Krankheitsbild, sondern ein häufiges Symptom vieler Erkrankungen. Ursachen können Parasitenbefall, Pilzinfektionen, Allergien, hormonelle Störungen oder Stress sein. Oft tritt der Haarausfall lokal begrenzt auf, etwa am Bauch, an den Flanken oder am Kopf. Eine tierärztliche Abklärung ist wichtig, um die zugrunde liegende Ursache gezielt zu behandeln.
Haarlinge
Haarlinge sind kleine, selten vorkommende Parasiten, die sich von Hautschuppen ernähren. Sie verursachen starken Juckreiz, Haarausfall und kleine Ekzeme, besonders im Bereich von Kopf, Hals und Rücken. Der Befall ist unangenehm, aber gut behandelbar, wenn er frühzeitig erkannt wird.
Hakenwürmer
Hakenwürmer sind Darmparasiten, die sich in der Darmschleimhaut festsetzen und Blut saugen. Besonders Jungtiere reagieren empfindlich mit Blutarmut, Durchfall, Abmagerung und allgemeiner Schwäche. Eine regelmäßige Entwurmung ist ein wichtiger Bestandteil der Vorsorge.
Hämobartonellose
Die Hämobartonellose ist eine ansteckende Blutarmut, bei der parasitenähnliche Bakterien die roten Blutkörperchen zerstören. Übertragen wird sie meist durch blutsaugende Parasiten wie Flöhe oder Zecken. Typische Symptome sind Fieber, Schwäche, Appetitlosigkeit und blasse Schleimhäute. Der Verlauf kann akut oder chronisch sein.
Harnsteine
Harnsteine entstehen durch Kristallbildungen in der Blase und können die Harnröhre teilweise oder vollständig blockieren. Symptome sind häufiges, schmerzhaftes Urinieren, Pressen ohne Harnabsatz oder blutiger Urin. Ein kompletter Harnverhalt ist ein akuter Notfall und muss sofort tierärztlich behandelt werden.
Harnvergiftung (Urämie)
Eine Harnvergiftung ist eine lebensbedrohliche Folge schwerer Harnwegs- oder Nierenerkrankungen. Giftige Stoffwechselprodukte können nicht mehr ausgeschieden werden und reichern sich im Körper an. Symptome sind starker Durst, Appetitlosigkeit, Erbrechen, Durchfall, übler Mundgeruch und zunehmende Schwäche. Ohne Behandlung kann der Zustand tödlich enden.
Hautpilz
Hautpilzerkrankungen sind hoch ansteckend und können auch auf den Menschen übertragen werden. Typisch sind kreisrunde, kahle Stellen mit schuppiger Haut, gelegentlich begleitet von Juckreiz. Besonders Jungtiere, ältere Katzen oder Tiere mit geschwächtem Immunsystem sind anfällig. Eine konsequente Behandlung ist notwendig, um Rückfälle zu vermeiden.
Hautschmarotzer
Zu den Hautschmarotzern zählen Flöhe, Läuse, Milben, Haarlinge und Zecken. Sie verursachen Juckreiz, Hautentzündungen, Haarausfall und können Krankheitserreger übertragen. Ein unbehandelter Befall kann zu schweren Hautproblemen und Allgemeinerkrankungen führen.
Hauttuberkulose
Hauttuberkulose ist eine sehr seltene bakterielle Erkrankung. Sie äußert sich durch Knoten, Geschwüre oder chronisch schlecht heilende Wunden, meist im Bereich von Kopf und Hals. Die Diagnose ist schwierig und erfordert eine intensive tierärztliche Betreuung.
Hechtgebiss
Das Hechtgebiss ist eine Fehlstellung des Oberkiefers, die vor allem bei Perserkatzen vorkommt. Es kann die Atmung, den Tränenabfluss und die Zahngesundheit beeinträchtigen. Regelmäßige tierärztliche Kontrollen sind sinnvoll, um Folgeprobleme frühzeitig zu erkennen.
Hepatitis
Hepatitis ist eine Entzündung der Leber. Sie kann durch Infektionen, Vergiftungen oder Stoffwechselstörungen ausgelöst werden. Symptome sind unter anderem Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Erbrechen, Mattigkeit und gelegentlich Gelbsucht. Die Lebererkrankung erfordert immer eine tierärztliche Abklärung.
Herbstgrasmilben
Herbstgrasmilben sind winzige, orangerote Milbenlarven, die vor allem in den warmen Monaten auftreten. Sie befallen bevorzugt Pfoten, Bauch und Ohren und verursachen starken Juckreiz sowie Hautreizungen. Der Befall kann auch beim Menschen Beschwerden auslösen, ist jedoch meist vorübergehend.
Herpes (FHV-1)
Das feline Herpesvirus ist ein häufiger Erreger des Katzenschnupfens. Die Infektion ist hoch ansteckend und bleibt meist lebenslang im Körper. Typische Symptome sind Niesen, Nasenausfluss, Fieber sowie Augenentzündungen. Stress kann zu erneuten Krankheitsschüben führen.
Holzbock (Zecken)
Zecken sind weitverbreitete Parasiten, die sich beim Freigang an Katzen festsetzen. Sie können verschiedene Krankheitserreger übertragen, darunter Erreger der Hämobartonellose. Eine regelmäßige Kontrolle des Fells nach dem Aufenthalt im Freien ist wichtig.
Hornhautentzündung
Eine Hornhautentzündung entsteht häufig durch Fremdkörper, Verletzungen oder Infektionen des Auges. Symptome sind starker Tränenfluss, Lichtscheu, Schmerzen und oft ein Zusammenkneifen des Auges. Unbehandelt kann es zu dauerhaften Sehschäden kommen.
Husten
Husten ist ein Symptom verschiedener Erkrankungen der Atemwege, darunter Bronchitis, Katzenschnupfen, Kehlkopf- oder Lungenentzündung. Kurzzeitiger Husten kann harmlos sein, hält er jedoch länger an oder verschlimmert sich, sollte eine tierärztliche Untersuchung erfolgen.
Katzenkrankheiten mit I
Ikterus
Ikterus, auch Gelbsucht genannt, äußert sich durch eine gelbliche Verfärbung von Haut, Schleimhäuten und Augen. Begleitend treten häufig dunkler Urin, heller Kot, Müdigkeit und Appetitlosigkeit auf. Ursachen sind meist Lebererkrankungen, ein Gallenstau oder Vergiftungen. Ikterus ist kein eigenständiges Krankheitsbild, sondern immer ein ernstzunehmendes Warnsignal, das tierärztlich abgeklärt werden muss.
Ileus
Ein Ileus bezeichnet einen Darmverschluss, bei dem der Weitertransport des Darminhalts blockiert ist. Betroffene Katzen zeigen oft Erbrechen, Bauchschmerzen, aufgeblähten Bauch, Schwäche und allgemeines Unwohlsein. Ursachen können verschluckte Fremdkörper, Haarballen oder schwere Darmerkrankungen sein. Ein Ileus ist ein akuter Notfall und erfordert sofortige tierärztliche Behandlung.
Infektion
Eine Infektion entsteht durch das Eindringen von Krankheitserregern in den Körper der Katze, wo sie sich vermehren und Gewebe schädigen. Zu den häufigsten Erregern zählen Viren, Bakterien und Pilze. Der Verlauf einer Infektion hängt sowohl von der körperlichen Verfassung der Katze als auch von der Aggressivität des Erregers ab. Symptome reichen von milden Beschwerden bis zu schweren Allgemeinerkrankungen mit Fieber, Mattigkeit und Organschäden.
Insektenstich
Durch ihren ausgeprägten Jagdtrieb kommen Katzen gelegentlich mit Bienen, Wespen oder anderen Insekten in Kontakt und können gestochen werden. Stiche treten häufig im Kopfbereich oder an den Pfoten auf. Typische Symptome sind Schwellung, Rötung und Juckreiz an der Einstichstelle. In den meisten Fällen verlaufen Insektenstiche harmlos, bei starken Schwellungen oder Atemproblemen ist jedoch sofort tierärztliche Hilfe notwendig.
Insektizidvergiftung
Eine Insektizidvergiftung entsteht durch die Aufnahme von Schädlingsbekämpfungsmitteln, etwa durch Lecken behandelter Oberflächen oder das Putzen des Fells. Typische Symptome sind starker Speichelfluss, Appetitlosigkeit, Durchfall, Muskelzittern, Krämpfe, Lähmungen und Koordinationsstörungen. Bereits geringe Mengen können gefährlich sein. Bei Verdacht handelt es sich um einen medizinischen Notfall.
Ixodes ricinus (Holzbock)
Ixodes ricinus ist die wissenschaftliche Bezeichnung für den gemeinen Holzbock, eine in Mitteleuropa weitverbreitete Zeckenart. Diese Parasiten befallen Katzen vor allem nach dem Freigang und können Krankheitserreger übertragen. Eine regelmäßige Kontrolle des Fells und das rasche Entfernen von Zecken sind wichtige Schutzmaßnahmen.
Katzenkrankheiten mit J
Juckreiz
Juckreiz ist kein eigenständiges Krankheitsbild, sondern ein häufiges Symptom unterschiedlicher Erkrankungen. Zu den häufigsten Ursachen zählen Parasiten wie Flöhe, Milben, Läuse oder Haarlinge, aber auch Hautpilze, bakterielle Infektionen und allergische Reaktionen auf Futter oder Umweltstoffe. Betroffene Katzen kratzen, lecken oder beißen sich vermehrt und können dabei kahle Stellen oder Hautverletzungen entwickeln.
Neben körperlichen Ursachen kann Juckreiz auch psychisch bedingt sein. Sehr sensible oder gestresste Katzen reagieren in belastenden Situationen mit übermäßigem Putzen oder Kratzen. Dieser sogenannte psychogene Juckreiz tritt häufig bei Veränderungen im Umfeld, Langeweile oder sozialem Stress auf. Da anhaltender Juckreiz die Haut schädigt und Folgeinfektionen begünstigt, sollte die Ursache immer tierärztlich abgeklärt werden.
Katzenkrankheiten mit K
Kalkmangel (Osteodystrophie)
Kalkmangel ist eine Störung des Mineralstoffwechsels, die vor allem wachsende Katzen betrifft. Durch die unzureichende Mineralisierung werden die Knochen weich und instabil. Bereits geringe Belastungen oder Sprünge aus niedriger Höhe können schmerzhafte Knochenbrüche verursachen. Häufig zeigen betroffene Tiere Druckschmerz im Lendenbereich, Lahmheit oder Bewegungsunlust. Ursache ist meist eine Fehlernährung mit unausgewogenem Kalzium-Phosphor-Verhältnis.
Kastration
Die Kastration ist ein operativer Eingriff, bei dem die Geschlechtsorgane entfernt werden. Wie jeder chirurgische Eingriff birgt sie Risiken, insbesondere durch die Narkose. Bei weiblichen Katzen erfolgt die Operation über die Bauchhöhle und ist aufwendiger als beim Kater. Nach der Kastration sind Katzen hormonell inaktiv, was unerwünschten Nachwuchs verhindert und Verhaltensweisen wie Rolligkeitsschreien, Markieren oder starkes Streunen deutlich reduziert. Insgesamt trägt die Kastration häufig zu einem ruhigeren Verhalten bei.
Karies (Zahnfäule)
Karies tritt bei Katzen vergleichsweise selten auf. Sie betrifft überwiegend die Backenzähne, während Schneidezähne kaum befallen sind. Eine begünstigende Rolle kann eine einseitige oder ungeeignete Fütterung spielen, etwa bei häufigem Verzehr bestimmter roher Futtermittel. Symptome sind Schmerzen beim Kauen, Kopfschiefhaltung während der Nahrungsaufnahme oder das Fallenlassen von Futter aus dem Maul. Zahnprobleme bleiben oft lange unbemerkt und sollten regelmäßig tierärztlich kontrolliert werden.
Karpfengebiss
Das Karpfengebiss bezeichnet eine Fehlstellung des Gebisses, bei der der Unterkiefer verkürzt ist. Dadurch stehen Ober- und Unterkiefer nicht korrekt zueinander. Je nach Ausprägung kann dies zu Problemen beim Fressen, bei der Zahngesundheit oder zu Verletzungen der Maulschleimhaut führen. Eine tierärztliche Beurteilung ist sinnvoll, insbesondere bei funktionellen Einschränkungen.
Katzen-AIDS (Felines Immunschwächevirus)
Katzen-AIDS wird durch das Feline Immunschwächevirus verursacht, das das Abwehrsystem der Katze schwächt. Die Übertragung erfolgt überwiegend durch tiefe Bissverletzungen. Infizierte Katzen sind anfälliger für Sekundärinfektionen, können bei guter Pflege jedoch lange leben. Eine Heilung ist nicht möglich, eine konsequente Gesundheitsüberwachung jedoch entscheidend.
Katzenbandwurm
Der Katzenbandwurm ist ein Darmparasit, der häufig über das Verschlucken infizierter Flöhe übertragen wird. Ein Befall bleibt oft lange unentdeckt. Mögliche Hinweise sind Gewichtsverlust, Verdauungsstörungen oder kleine Bandwurmglieder im Kot. Regelmäßige Entwurmung schützt zuverlässig.
Katzenschnupfen
Katzenschnupfen ist eine ansteckende Erkrankung der oberen Atemwege, die durch verschiedene Viren und Bakterien verursacht wird. Typische Symptome sind Niesen, Nasen- und Augenausfluss, Fieber und Mattigkeit. Die Erkrankung kann chronisch verlaufen und sollte insbesondere bei Jungtieren und älteren Katzen ernst genommen werden. Impfungen können den Verlauf deutlich abmildern.
Katzenseuche (Panleukopenie)
Die Katzenseuche ist eine hoch ansteckende und oft tödlich verlaufende Viruserkrankung. Der Erreger ist extrem widerstandsfähig und kann über Kleidung, Schuhe oder Gegenstände übertragen werden. Symptome sind hohes Fieber, Erbrechen, schwerer Durchfall und rasche Verschlechterung des Allgemeinzustands. Ohne Impfschutz endet die Erkrankung häufig tödlich, insbesondere bei jungen Katzen.
Kehlkopfentzündung
Eine Kehlkopfentzündung betrifft den Bereich zwischen Rachen und Luftröhre, in dem sich auch die Stimmbänder befinden. Katzen erkranken relativ selten daran. Symptome können Heiserkeit, Schluckbeschwerden, Husten, Fieber und allgemeines Unwohlsein sein. In schweren Fällen kann die Atmung beeinträchtigt werden.
Keratitis
Keratitis ist eine Entzündung der Hornhaut des Auges. Sie entsteht häufig durch Verletzungen, Fremdkörper oder Infektionen. Betroffene Katzen zeigen Tränenfluss, Lichtscheu, Schmerzen und kneifen das Auge zusammen. Eine rasche Behandlung ist wichtig, um dauerhafte Sehschäden zu verhindern.
Konjunktivitis
Konjunktivitis bezeichnet eine Entzündung der Bindehaut des Auges. Sie äußert sich durch Rötung, Schwellung, vermehrten Tränenfluss oder eitrigen Ausfluss. Auslöser sind unter anderem Infektionen, Reizstoffe oder Zugluft. Unbehandelt kann die Entzündung chronisch werden.
Kryptorchismus
Beim Kryptorchismus liegen ein oder beide Hoden eines Katers nicht im Hodensack, sondern in der Bauchhöhle oder Leiste. Häufig hat dies keine direkten gesundheitlichen Auswirkungen. Dennoch wird eine Kastration empfohlen, da das Risiko für Hodentumoren erhöht sein kann und die Tiere hormonell aktiv bleiben.
Katzenkrankheiten mit L
Laktomanie
Laktomanie beschreibt ein Verhalten im Zusammenhang mit einer Scheinträchtigkeit. Betroffene Katzen zeigen ein ausgeprägtes mütterliches Verhalten, lecken oder saugen an Gegenständen oder am eigenen Körper und können Milch produzieren, obwohl keine Trächtigkeit vorliegt. Ursache sind hormonelle Schwankungen. Der Zustand ist meist vorübergehend, sollte bei starker Ausprägung jedoch tierärztlich begleitet werden.
Laryngitis
Laryngitis ist eine Entzündung des Kehlkopfs. Sie äußert sich durch Heiserkeit, veränderte Lautäußerungen, Husten, Schluckbeschwerden und gelegentlich Fieber. Auslöser sind meist Infektionen, Reizstoffe oder Überanstrengung der Stimmbänder. In schweren Fällen kann die Atmung beeinträchtigt sein, was eine rasche tierärztliche Abklärung erforderlich macht.
Läuse
Katzenläuse sind etwa 1 bis 2 Millimeter groß und weißlich bis grau gefärbt. Sie kommen bei Katzen eher selten vor und haften fest an den Haaren, weshalb sie sich nicht einfach auskämmen lassen. Durch ihr ständiges Umherbewegen verursachen sie Juckreiz, vermehrtes Kratzen und Haarausfall. Für den Menschen sind Katzenläuse unbedenklich.
Lebensmittelvergiftung
Lebensmittelvergiftungen entstehen durch die Aufnahme verdorbener oder mit Keimen belasteter Nahrung. Symptome sind Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen, Mattigkeit und Appetitlosigkeit. Je nach Erreger und aufgenommener Menge kann der Verlauf mild oder schwer sein. Bei anhaltenden oder schweren Symptomen ist tierärztliche Hilfe notwendig.
Leberentzündung
Eine Leberentzündung kann durch Viren, Bakterien, Parasiten, Giftstoffe oder Medikamente ausgelöst werden. Die Symptome sind oft unspezifisch und reichen von Erbrechen, Durchfall und Verstopfung über Appetitlosigkeit, Mattigkeit bis hin zu Fieber oder Gelbsucht. Da die Leber eine zentrale Rolle im Stoffwechsel spielt, ist eine frühzeitige Diagnose besonders wichtig.
Lungenentzündung
Bei Katzen tritt eine Lungenentzündung häufig in Form eines entzündlichen Katarrhs auf. Sekrete sammeln sich in den Lungenbläschen und vermindern den Gasaustausch. Betroffene Katzen zeigen Kurzatmigkeit, beschleunigte Atmung, Atmen mit offenem Maul, Fieber und starke Mattigkeit. Eine Lungenentzündung ist immer ein ernstzunehmender Zustand und erfordert tierärztliche Behandlung.
Katzenkrankheiten mit M
Magenschleimhautentzündung
Eine Magenschleimhautentzündung tritt bei Katzen vergleichsweise selten auf, da sie bei der Nahrungswahl meist sehr wählerisch sind. Sie kann jedoch durch unverträgliche Nahrung, Medikamente oder eine vermehrte Aufnahme von Haaren begünstigt werden, etwa bei Katzen mit starkem Putztrieb. Typische Symptome sind Erbrechen, Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen und allgemeines Unwohlsein.
Mittelohrentzündung
Eine Mittelohrentzündung ist häufig mit starkem Juckreiz und Schmerzen verbunden. Die häufigste Ursache ist ein Befall mit Ohrmilben, aber auch bakterielle Infektionen oder das Eindringen von Schmutz und Sand können eine Entzündung begünstigen. Symptome sind häufiges Kratzen hinter dem Ohr, Kopfschütteln, Schiefhaltung des Kopfes und Gleichgewichtsstörungen. Unbehandelt kann die Entzündung chronisch werden.
Mundgeruch
Unangenehmer Mundgeruch ist bei Katzen meist ein Hinweis auf Erkrankungen im Maulraum. Häufige Ursachen sind Zahnstein, Zahnfleischentzündungen, FORL oder Entzündungen im Rachen. Auch ungeeignetes Futter kann den Geruch beeinflussen. Hält der Mundgeruch an, sollte eine tierärztliche Untersuchung erfolgen, da er ein frühes Warnzeichen ernster Erkrankungen sein kann.
Katzenkrankheiten mit N
Nahrungsmittelunverträglichkeit
Eine Nahrungsmittelunverträglichkeit äußert sich bei Katzen häufig durch starken Durchfall, Erbrechen, Blähungen oder Bauchschmerzen. Auslöser können bestimmte tierische oder pflanzliche Proteine sein, die im Fertigfutter enthalten sind, aber auch einzelne Lebensmittel wie Kuhmilch, rohe Leber oder rohes Eiklar. Besonders Katzen mit empfindlichem Magen-Darm-Trakt reagieren sensibel. Die Diagnose erfolgt meist durch Ausschlussdiäten unter tierärztlicher Begleitung.
Nebenwirt (Spulwürmer)
Spulwurmlarven können sich im Körper der Katze in verschiedenen Geweben und Organen einnisten, bevor sie sich im Darm weiterentwickeln. Während dieser Wanderphase können Symptome wie Husten, Fieber, Bauchschmerzen oder Muskelschmerzen auftreten. Besonders Jungtiere sind gefährdet. Eine regelmäßige Entwurmung ist der wichtigste Schutz.
Notoedres
Notoedres-Milben sind grabende Hautparasiten, die eine spezielle Form der Räude verursachen. Der Befall beginnt häufig am Kopf und an den Ohren und breitet sich bei unbehandelten Katzen weiter aus. Typisch sind starker Juckreiz, Krustenbildung und Haarausfall. Die Erkrankung ist hoch ansteckend und erfordert eine konsequente Behandlung.
Nierenentzündung
Eine Nierenentzündung kann akut oder chronisch verlaufen und bleibt bei Katzen oft lange unbemerkt. Frühzeichen sind vermehrtes Trinken und häufigeres Urinieren. Bei akuten Verläufen kann die Harnausscheidung stark vermindert sein, der Urin erscheint dunkel gefärbt. Ursachen sind unter anderem Infektionen, Vergiftungen, Fehlernährung oder chronische Grunderkrankungen. Eine frühzeitige Diagnose ist entscheidend für den Krankheitsverlauf.
Katzenkrankheiten mit O
Oberkieferverkürzung
Die Oberkieferverkürzung ist eine Fehlstellung des Kiefers, bei der Ober- und Unterkiefer nicht korrekt zueinander stehen. Sie wird auch als Hechtgebiss bezeichnet. Je nach Ausprägung kann sie Probleme beim Fressen, bei der Zahngesundheit oder beim Tränenabfluss verursachen. Regelmäßige tierärztliche Kontrollen sind sinnvoll.
Osteodystrophie
Osteodystrophie ist eine Erkrankung des Knochens, die durch Störungen im Mineralstoffwechsel entsteht. Besonders junge Katzen sind betroffen. Die Knochen werden instabil und bruchanfällig. Ursache ist meist eine unausgewogene Ernährung mit falschem Kalzium-Phosphor-Verhältnis.
Osteomalazie
Bei der Osteomalazie handelt es sich um eine Mangelerscheinung des Knochenstoffwechsels. Bei jungen Katzen zeigt sie sich als Rachitis, bei älteren Katzen durch erhöhte Knochenbrüchigkeit. Symptome sind Schmerzen, Lahmheit und erhöhte Frakturgefahr. Die Erkrankung ist meist ernährungsbedingt.
Otitis externa
Die Otitis externa ist eine Entzündung des äußeren Gehörgangs. Häufige Ursachen sind Ohrmilben, bakterielle Infektionen oder Fremdkörper. Symptome sind Juckreiz, Kopfschütteln, Rötung und übel riechender Ausfluss. Ohne Behandlung kann die Entzündung chronisch werden.
Otodectes cynotis
Otodectes cynotis ist die wissenschaftliche Bezeichnung für die Ohrmilbe der Katze. Sie verursacht starken Juckreiz, dunklen krümeligen Ohrenschmalz und häufiges Kopfschütteln. Der Befall ist ansteckend und sollte frühzeitig behandelt werden.
Katzenkrankheiten mit P
Pankreas (Bauchspeicheldrüse)
Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse, insbesondere die Pankreatitis, können bei Katzen schwer zu erkennen sein. Symptome sind Appetitlosigkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Mattigkeit. Der Verlauf kann akut oder chronisch sein und erfordert eine tierärztliche Behandlung.
Panleukopenie
Panleukopenie ist eine hoch ansteckende Viruserkrankung, die auch als Katzenseuche bekannt ist. Sie führt zu schweren Durchfällen, Erbrechen, Fieber und einem raschen Verfall des Allgemeinzustands. Besonders junge Katzen sind gefährdet. Eine Impfung bietet zuverlässigen Schutz.
Papageienkrankheit (Psittakose)
Die Papageienkrankheit wird durch Chlamydien verursacht, die eine Zwischenstellung zwischen Viren und Bakterien einnehmen. Bei Katzen tritt die Erkrankung selten auf, kann jedoch Atemwegs- und Allgemeinsymptome verursachen. Eine Übertragung auf den Menschen ist möglich.
Parvoviren
Parvoviren sind die Erreger der Katzenseuche. Sie sind extrem widerstandsfähig und können über lange Zeit in der Umwelt überleben. Die Infektion verläuft oft schwer und endet ohne Impfschutz häufig tödlich.
Peritonitis
Peritonitis ist eine Entzündung des Bauchfells. Sie geht mit starken Schmerzen, Fieber, Mattigkeit und häufig mit Flüssigkeitsansammlungen im Bauchraum einher. Ursachen sind Infektionen, Verletzungen oder eine FIP-Erkrankung.
Pilzflechte
Pilzflechte ist eine ansteckende Hauterkrankung, die durch Fadenpilze verursacht wird. Die häufigste Pilzart bei Katzen ist Microsporum canis. Typisch sind kahle, schuppige Hautstellen. Pilzsporen bleiben lange ansteckend, weshalb eine gründliche Behandlung und Hygiene wichtig sind.
Pleuritis
Pleuritis bezeichnet eine Entzündung des Brustfells. Sie verursacht Schmerzen beim Atmen, Kurzatmigkeit und starke Schwäche. Häufig tritt sie gemeinsam mit einer Lungenentzündung auf und erfordert eine rasche tierärztliche Versorgung.
Pneumonie
Eine Pneumonie ist eine Entzündung der Lunge. Sie äußert sich durch Atemnot, Fieber, Husten und starke Mattigkeit. Sekrete in den Lungenbläschen beeinträchtigen den Gasaustausch. Die Erkrankung ist immer ernst zu nehmen.
Protozoen (Urtierchen)
Protozoen sind einzellige Parasiten, die Krankheiten verursachen können. Bei Katzen ist die Toxoplasmose die bekannteste durch Protozoen ausgelöste Erkrankung. Viele Infektionen verlaufen symptomlos, können jedoch für immungeschwächte Tiere und Menschen problematisch sein.
Pseudo-Wut
Pseudo-Wut ist eine andere Bezeichnung für die Aujeszkysche Krankheit. Sie ist für Katzen fast immer tödlich und wird meist durch den Verzehr infizierter Nagetiere oder rohen Schweinefleisches übertragen.
Katzenkrankheiten mit Q
Quetschung
Quetschungen entstehen durch stumpfe Gewalteinwirkung wie Stürze, Einklemmen oder Stöße. Dabei werden Weichteile unter der Haut geschädigt, häufig auch Blut- und Lymphgefäße. Die betroffenen Stellen sind schmerzhaft, geschwollen oder druckempfindlich. Auch wenn äußerlich wenig zu sehen ist, können innere Verletzungen vorliegen, weshalb eine tierärztliche Abklärung sinnvoll ist.
Katzenkrankheiten mit R
Raubmilben
Raubmilben der Gattung Cheiletiella sind Hautparasiten, die bei Katzen starken Juckreiz und schuppige Hautveränderungen verursachen. Typisch sind die sogenannten „wandernden Schuppen“, da sich die Milben sichtbar über die Haut bewegen. Betroffene Katzen kratzen sich häufig, was zu Hautreizungen und Haarausfall führen kann. Die Milben sind ansteckend und können vorübergehend auch auf andere Tiere oder den Menschen übergehen. Eine konsequente Behandlung ist notwendig, um Rückfälle zu vermeiden.
Räude
Räude wird durch grabende Milben verursacht, meist durch Notoedres-Arten. Die Milben bohren feine Gänge in die Haut und ernähren sich von Gewebsflüssigkeit. Dies führt zu extremem Juckreiz, Krustenbildung an Ohrrändern und im weiteren Verlauf zu Haarausfall und Hautverdickungen. Die Erkrankung ist hoch ansteckend und breitet sich besonders unter frei lebenden oder streunenden Katzen schnell aus. Unbehandelt ist Räude für die Katze sehr belastend und kann zu schweren Hautschäden führen.
Rhabdoviren
Rhabdoviren sind eine Virusgruppe, zu der auch der Erreger der Tollwut gehört. Eine Infektion führt zu schweren neurologischen Störungen wie Verhaltensänderungen, Aggressivität, Lähmungen und schließlich zum Tod. Die Erkrankung ist für Katzen wie auch für den Menschen lebensgefährlich. Eine Behandlung ist nicht möglich, weshalb der vorbeugende Impfschutz von entscheidender Bedeutung ist.
Rheumatismus
Rheumatische Beschwerden bei Katzen äußern sich durch Gelenkschmerzen, Steifheit und eine verminderte Bewegungsfreude. Häufig liegen entzündliche Veränderungen der Gelenke zugrunde, etwa im Rahmen einer Arthritis. Betroffene Katzen springen seltener, bewegen sich vorsichtiger oder zeigen Lahmheit. Die Erkrankung kann chronisch verlaufen und die Lebensqualität deutlich beeinträchtigen.
Rollid
Beim Rollid handelt es sich um eine Fehlstellung des Augenlids, bei der die Wimpern nach innen gerichtet sind. Sie reiben dauerhaft auf der Hornhaut und verursachen Reizungen, Schmerzen, Tränenfluss und Lichtscheu. Bleibt der Zustand unbehandelt, kann es zu Hornhautentzündungen oder dauerhaften Schäden am Auge kommen. In ausgeprägten Fällen ist eine chirurgische Korrektur erforderlich.
Rückbiss
Der Rückbiss ist eine Kieferfehlstellung, bei der der Unterkiefer verkürzt ist und hinter dem Oberkiefer zurückbleibt. Je nach Ausprägung kann dies zu Problemen beim Fressen, zu Zahnfehlstellungen oder zu Verletzungen der Maulschleimhaut führen. Eine tierärztliche Kontrolle ist sinnvoll, um funktionelle Einschränkungen frühzeitig zu erkennen.
Rutenverletzung
Die Rute der Katze ist wichtig für Gleichgewicht, Bewegungskoordination und Kommunikation. Verletzungen entstehen häufig durch Einklemmen, Drauftreten oder Unfälle. Je nach Schweregrad können Schmerzen, Gefühlsstörungen, Lähmungen oder dauerhafte Funktionseinschränkungen auftreten. Da Nerven beteiligt sein können, sollten Rutenverletzungen immer tierärztlich untersucht werden.
Katzenkrankheiten mit S
Salmonellose
Salmonellose ist eine bakterielle Darminfektion, die bei Katzen meist durch den Verzehr von rohem oder kontaminiertem Fleisch sowie durch infizierten Kot übertragen wird. Besonders häufig wird der Erreger Salmonella typhimuriumnachgewiesen. Typische Symptome sind Fieber, Mattigkeit, Erbrechen und Durchfall, der wässrig oder blutig sein kann. Die Erkrankung ist auch für den Menschen relevant, da Salmonellen zoonotisch sind. Eine sorgfältige Hygiene und der Verzicht auf rohes Fleisch senken das Infektionsrisiko deutlich.
Scherengebiss
Das Scherengebiss beschreibt die normale Gebissform der Katze. Dabei greifen die Schneidezähne des Unterkiefers knapp hinter die des Oberkiefers. Diese Stellung ermöglicht ein effizientes Greifen und Zerteilen der Nahrung. Ein Scherengebiss gilt als physiologisch und verursacht in der Regel keine gesundheitlichen Probleme.
Spulwürmer
Spulwürmer gehören zu den häufigsten Darmparasiten bei Katzen, insbesondere bei Jungtieren. Die Würmer sind weißlich bis grau, mehrere Zentimeter lang und leben bevorzugt im Dünndarm. Ein Befall kann zu Durchfall, Erbrechen, Husten, Unruhe, aufgeblähtem Bauch oder schlechtem Allgemeinbefinden führen. Würmer oder Wurmeier können im Kot sichtbar sein. Regelmäßige Entwurmung ist ein wichtiger Bestandteil der Gesundheitsvorsorge.
Steatitis
Steatitis ist eine schmerzhafte Entzündung des Fettgewebes und wird auch als Gelbfettkrankheit bezeichnet. Sie entsteht häufig durch Fehlernährung, insbesondere bei einem Mangel an Vitamin E oder bei übermäßig fettreicher Kost. Betroffene Katzen zeigen Schmerzen bei Berührung, Appetitlosigkeit, Bewegungsunlust und allgemeine Schwäche. Ohne Behandlung kann sich die Entzündung ausbreiten und den Allgemeinzustand erheblich verschlechtern.
Katzenkrankheiten mit T
Taenia taeniaeformis
Taenia taeniaeformis ist ein Bandwurm, der den Darm der Katze befällt. Die Ansteckung erfolgt meist über den Verzehr infizierter Nagetiere, die als Zwischenwirte dienen. Der Befall bleibt häufig lange unbemerkt. Mögliche Anzeichen sind Gewichtsverlust, Verdauungsstörungen oder sichtbare Bandwurmglieder im Kot. Regelmäßige Entwurmung ist die wirksamste Vorsorgemaßnahme.
Taubheit
Taubheit tritt bei Katzen vergleichsweise selten auf. Angeborene Taubheit kommt jedoch gehäuft bei weißen Katzen mit blauen Augen vor und beruht auf genetisch bedingten Fehlbildungen des Innenohrs. Eine erworbene Taubheit kann durch Verletzungen, Entzündungen oder altersbedingte Veränderungen entstehen. Betroffene Katzen kommen im Alltag meist gut zurecht, wenn ihre Umgebung entsprechend angepasst wird.
Tollwut
Tollwut ist eine schwere, durch Viren verursachte Erkrankung des Nervensystems. Sie äußert sich durch Verhaltensänderungen, Aggressivität, Lähmungen, vermehrten Speichelfluss und neurologische Ausfälle. Die Krankheit verläuft immer tödlich und ist meldepflichtig. Eine Behandlung ist nicht möglich, weshalb der vorbeugende Impfschutz von zentraler Bedeutung ist.
Totvakzine
Totvakzinen sind Impfstoffe, die abgetötete Krankheitserreger enthalten. Sie können keine Erkrankung auslösen, regen jedoch das Immunsystem zur Bildung von Antikörpern an. Totimpfstoffe werden häufig eingesetzt, wenn Lebendimpfstoffe nicht geeignet sind oder besondere Sicherheitsanforderungen bestehen.
Toxocara cati
Toxocara cati ist der Katzenspulwurm und einer der häufigsten Darmparasiten, insbesondere bei Jungtieren. Die Würmer leben im Dünndarm und können Durchfall, Erbrechen, Husten, Bauchschmerzen und Wachstumsstörungen verursachen. Die Übertragung erfolgt über Wurmeier aus der Umwelt oder über die Muttermilch. Regelmäßige Entwurmung ist essenziell.
Toxoplasmose
Toxoplasmose ist eine parasitäre Infektionskrankheit, bei der Katzen als Hauptwirte eine zentrale Rolle spielen. Viele infizierte Katzen zeigen keine oder nur milde Symptome. Für ungeborene Kinder und immungeschwächte Menschen kann die Erkrankung jedoch schwerwiegende Folgen haben. Eine gute Hygiene im Umgang mit Katzenkot ist besonders wichtig.
Trombicula autumnalis
Trombicula autumnalis, die Herbstgrasmilbe, verursacht vor allem in den warmen Monaten starken Juckreiz. Befallen werden bevorzugt Pfoten, Bauch und Ohren. Die Milbenlarven führen zu Hautreizungen, Rötungen und intensivem Kratzen. Der Befall ist unangenehm, aber meist vorübergehend.
Tröpfcheninfektion
Bei einer Tröpfcheninfektion werden Krankheitserreger durch Niesen, Husten oder engen Kontakt verbreitet. Die Erreger können mehrere Meter weit gelangen. Viele Erkrankungen der oberen Atemwege, wie der Katzenschnupfen, werden auf diesem Weg übertragen.
Tuberkulose
Tuberkulose ist bei Katzen sehr selten und verläuft meist chronisch. Je nach betroffenem Organ können unterschiedliche Symptome auftreten. Hauttuberkulose äußert sich durch schlecht heilende Wunden oder Knoten, Lungentuberkulose durch anhaltenden Husten und Atemprobleme, Darmtuberkulose durch chronischen Durchfall und Abmagerung. Die Erkrankung erfordert eine intensive tierärztliche Betreuung.
Tumor
Tumoren sind Gewebsneubildungen, die gut- oder bösartig sein können. Bösartige Tumoren wachsen oft aggressiv, zerstören umliegendes Gewebe und beeinträchtigen Organfunktionen. Häufige Symptome sind Abmagerung, Mattigkeit, Leistungsabfall oder tastbare Knoten. Katzen sind vergleichsweise häufig von Hauttumoren betroffen. Eine frühzeitige Diagnose verbessert die Behandlungsmöglichkeiten erheblich.
Katzenkrankheiten mit U
Übergewicht
Übergewicht entsteht bei Katzen meist durch eine Kombination aus zu energiereicher Ernährung und Bewegungsmangel. Es belastet Gelenke, Herz und Kreislauf und erhöht das Risiko für Folgeerkrankungen wie Diabetes, Arthrose, Leberverfettung und Herzprobleme. Übergewichtige Katzen sind häufig träger, springen weniger und ermüden schneller. Eine kontrollierte Fütterung und regelmäßige Bewegung sind entscheidend für die langfristige Gesundheit.
Untertemperatur
Von Untertemperatur spricht man bei Katzen, wenn die Körpertemperatur unter 37 Grad Celsius fällt. Dieser Zustand ist immer ein ernstzunehmendes Warnsignal und kann lebensbedrohlich sein. Ursachen sind unter anderem Schock, schwere Infektionen, Unterkühlung, Narkosen oder schwere Allgemeinerkrankungen. Betroffene Katzen wirken apathisch, fühlen sich kalt an und reagieren kaum. Eine sofortige tierärztliche Versorgung ist notwendig.
Urämie
Urämie bezeichnet eine Harnvergiftung infolge schwerer Nieren- oder Harnwegserkrankungen. Giftige Stoffwechselprodukte können nicht mehr ausreichend ausgeschieden werden und reichern sich im Körper an. Typische Symptome sind starker Durst, Appetitlosigkeit, Erbrechen, Durchfall, übler Mundgeruch und zunehmende Schwäche. Ohne Behandlung ist die Urämie lebensbedrohlich.
Stechender Uringeruch
Ein auffällig stechender oder unangenehmer Uringeruch kann verschiedene Ursachen haben. Bei geschlechtsreifen Katern weist er häufig auf Markierverhalten hin. Bei kastrierten Tieren oder bei begleitenden Symptomen wie häufigem Toilettengang, Schmerzen oder Unruhe kann der Geruch auf eine Blasenentzündung oder andere Harnwegserkrankungen hindeuten. In solchen Fällen ist eine tierärztliche Abklärung sinnvoll.
Urolithiasis
Urolithiasis bezeichnet die Bildung von Harnsteinen in Blase oder Harnwegen. Diese können den Harnabfluss teilweise oder vollständig blockieren. Symptome sind schmerzhaftes, häufiges Urinieren, Pressen ohne Harnabsatz, Blut im Urin oder plötzliche Unruhe. Ein kompletter Harnverschluss stellt einen akuten Notfall dar und erfordert sofortige tierärztliche Behandlung.
Katzenkrankheiten mit V
Vakzine
Vakzinen sind Impfstoffe, die das Immunsystem der Katze gezielt zur Bildung von Antikörpern anregen. Sie enthalten entweder abgeschwächte oder abgetötete Erreger beziehungsweise Bestandteile davon. Impfungen schützen Katzen vor schweren, teils tödlich verlaufenden Infektionskrankheiten oder schwächen den Krankheitsverlauf deutlich ab. Ein individuell angepasster Impfplan gehört zu den wichtigsten Vorsorgemaßnahmen in der Katzenhaltung.
Verbrennung
Verbrennungen entstehen durch Hitze, heiße Flüssigkeiten, Chemikalien oder Strom. Man unterscheidet drei Schweregrade: leichte Verbrennungen mit Rötung und Schmerzen, mittlere Verbrennungen mit Blasenbildung und schwere Verbrennungen mit Zerstörung ganzer Hautschichten. Verbrennungen zweiten und dritten Grades sind sehr schmerzhaft, infektionsanfällig und können zu dauerhaften Haut- und Fellschäden führen. Sie erfordern immer eine tierärztliche Behandlung.
Verfilzung
Verfilzungen treten besonders bei Langhaarkatzen auf, häufig im Bauchbereich, unter den Achseln oder an den Hinterbeinen. Verfilztes Fell zieht an der Haut, kann schmerzhaft sein und begünstigt Hautreizungen, Entzündungen oder Parasitenbefall. Starke Verfilzungen lassen sich meist nicht mehr ausbürsten und müssen vorsichtig geschnitten oder geschoren werden. Regelmäßige Fellpflege beugt dem Problem vor.
Verrenkung
Eine Verrenkung, auch Luxation genannt, betrifft häufig Hüft- oder Ellbogengelenke. Dabei verschieben sich die Gelenkflächen gegeneinander, meist infolge eines Sturzes oder Unfalls. Verrenkungen sind sehr schmerzhaft und gehen häufig mit Verletzungen von Bändern, Kapseln oder Sehnen einher. Die betroffene Katze zeigt meist starke Lahmheit oder belastet das Gelenk gar nicht mehr. Eine rasche tierärztliche Behandlung ist notwendig.
Vitaminmangel
Ein Vitaminmangel ist bei Katzen insgesamt selten, da handelsübliche Futtermittel in der Regel ausgewogen zusammengesetzt sind. Er kann jedoch bei einseitiger Ernährung oder bei Resorptionsstörungen auftreten. Mögliche Symptome sind Mattigkeit, schlechtes Allgemeinbefinden, Haut- und Fellprobleme oder Wachstumsstörungen. Eine gezielte Futteranpassung behebt den Mangel meist zuverlässig.
Vorbiß
Der Vorbiss ist eine Kieferfehlstellung, bei der der Unterkiefer vor dem Oberkiefer steht. Je nach Ausprägung kann dies zu Problemen beim Fressen, zu Zahnfehlstellungen oder zu Verletzungen der Maulschleimhaut führen. Leichte Formen bleiben oft unproblematisch, ausgeprägte Fehlstellungen sollten tierärztlich beurteilt werden.
Katzenkrankheiten mit W
Warzen
Warzen sind gutartige Hautwucherungen, die meist rundlich geformt und oberhalb der Hautoberfläche gelegen sind. Sie entstehen häufig durch gutartige Zellveränderungen oder Virusinfektionen und treten vor allem bei älteren Katzen auf. In der Regel verursachen Warzen keine Beschwerden. Werden sie jedoch größer, verletzen sich durch Kratzen oder verändern ihr Aussehen, sollte eine tierärztliche Abklärung erfolgen, um bösartige Hautveränderungen auszuschließen.
Wundfieber
Wundfieber entsteht infolge von Gewebszerfall oder bakteriellen Infektionen nach schweren Verletzungen oder operativen Eingriffen. Dabei gelangen Zerfallsprodukte oder Erreger in den Blutkreislauf und lösen eine systemische Entzündungsreaktion aus. Typische Symptome sind Fieber, Mattigkeit, Appetitlosigkeit und ein deutlich verschlechterter Allgemeinzustand. Wundfieber ist ein ernstzunehmender Zustand und erfordert umgehend tierärztliche Behandlung.
Katzenkrankheiten mit Z
Chronische Zahnerkrankungen
Chronische Zahnerkrankungen entwickeln sich schleichend und bleiben bei Katzen oft lange unbemerkt. Dazu zählen Zahnfleischentzündungen, Zahnstein, FORL oder chronische Entzündungen des Zahnhalteapparates. Unbehandelt können die Bakterien aus dem Maulraum in den Blutkreislauf gelangen und Folgeprobleme an Herz, Leber oder Nieren verursachen. Anzeichen sind Mundgeruch, Schmerzen beim Fressen, vermehrtes Speicheln oder Rückzug. Eine frühzeitige Behandlung ist entscheidend für die Allgemeingesundheit.
Zahnfäule
Zahnfäule tritt bei Katzen vergleichsweise selten auf und betrifft meist die Backenzähne. Sie führt zu schmerzhaften Defekten der Zahnsubstanz und kann Entzündungen des Zahnfleisches oder des Kieferknochens nach sich ziehen. Betroffene Katzen fressen oft vorsichtig, lassen Futter fallen oder meiden harte Nahrung. Zahnfäule sollte tierärztlich behandelt werden, um chronische Schmerzen zu vermeiden.
Zangengebiss
Das Zangengebiss ist die normale Gebissform der Katze. Dabei treffen die Schneidezähne des Ober- und Unterkiefers senkrecht aufeinander. Diese Stellung ermöglicht ein effizientes Greifen und Halten der Nahrung und ist gesundheitlich unproblematisch.
Zuckerkrankheit
Die Zuckerkrankheit, auch Diabetes mellitus genannt, ist eine Stoffwechselerkrankung mit dauerhaft erhöhtem Blutzuckerspiegel. Typische Symptome sind vermehrter Durst, häufiges Urinieren, Gewichtsverlust trotz gutem Appetit und zunehmende Schwäche. Unbehandelt kann Diabetes zu schweren Folgeerkrankungen führen. Mit angepasster Ernährung und medikamentöser Therapie lässt sich die Erkrankung jedoch gut kontrollieren.
Zyanose
Zyanose bezeichnet eine bläuliche Verfärbung der Schleimhäute, insbesondere von Zunge und Zahnfleisch. Sie entsteht durch Sauerstoffmangel im Blut und ist immer ein ernstzunehmendes Warnsignal. Ursachen können schwere Herz- oder Lungenerkrankungen, Atemwegsverlegungen oder Kreislaufversagen sein. Zyanose erfordert sofortige tierärztliche Hilfe.
Zystitis
Zystitis ist eine Entzündung der Harnblase. Betroffene Katzen zeigen häufigen Harndrang, schmerzhaften Urinabsatz, Pressen ohne Harnabsatz oder Blut im Urin. Ursachen sind bakterielle Infektionen, Harnkristalle, Stress oder andere Harnwegserkrankungen. Eine frühzeitige Behandlung ist wichtig, um Komplikationen wie Harnverschluss zu vermeiden.
Häufige Fragen zu Katzenkrankheiten
Wann sollte ich mit meiner Katze unbedingt zum Tierarzt?
Wenn sich Verhalten, Fressverhalten, Trinkmenge, Atmung, Gangbild oder Sauberkeit deutlich verändern, sollte eine Katze zeitnah tierärztlich untersucht werden. Akute Notfälle sind unter anderem Atemnot, starker Durchfall, anhaltendes Erbrechen, Harnverhalt, Untertemperatur oder apathisches Verhalten.
Sind Katzenkrankheiten immer leicht zu erkennen?
Nein. Katzen verbergen Schmerzen und Unwohlsein oft sehr lange. Viele Erkrankungen entwickeln sich schleichend und zeigen zunächst nur unspezifische Anzeichen wie Rückzug, vermehrtes Schlafen oder verändertes Putzen. Deshalb ist Beobachtung wichtiger als sichtbare Symptome.
Können Katzenkrankheiten auch für Menschen gefährlich sein?
Ja. Einige Katzenkrankheiten sind sogenannte Zoonosen und können auf den Menschen übertragen werden, zum Beispiel Toxoplasmose oder bestimmte Parasiten. Mit guter Hygiene, regelmäßiger tierärztlicher Vorsorge und sachkundiger Betreuung lässt sich das Risiko jedoch deutlich reduzieren.
Ersetzt dieses Lexikon den Besuch beim Tierarzt?
Nein. Dieses Lexikon dient der Orientierung und Einordnung von Symptomen, nicht der Diagnose oder Behandlung. Bei Unsicherheit oder auffälligen Veränderungen gilt immer: lieber einmal zu früh zum Tierarzt als einmal zu spät.
Warum ist Fachwissen bei Katzenbetreuung besonders wichtig?
Wer Katzen betreut, trägt Verantwortung für Tier und Mensch. Grundkenntnisse über Katzenkrankheiten, Hygiene, Zoonosen und Warnsignale sind Voraussetzung für eine professionelle Betreuung. Unwissen kann Risiken übersehen und im Ernstfall zu gesundheitlichen Problemen führen.
